Dritte Bremsleuchte bei Starwars Fighter

Was es nicht alles gibt, die dritte Bremsleuchte bei den Raumschiffen der Jedi zum Beispiel… Früher telefonierte James Bond vielleicht mit einem Sony Klapphandy und man nannte es schlaues Product Placement. Dann wurde ein Aston Martin DB10 entwickelt (Spectre, 2017), den es auch „in echt“ gab, aber eben nur für Leinwandeinsätze und nicht für Otto-Normal-Verbraucher, die damit vielleicht zum Golfen oder Campen fahren wollen.

Jetzt sind wir beim Product Placement 2.0 angelangt und es wird eine Spur subtiler. Hintergrund ist eine Kooperation zwischen der Designabteilung von Porsche und den Raumschiffmodellgestaltern von Lucasfilm. Der neunte Star Wars Film läuft heute (18. Dezember) in den Kinos an. Der Film, der auch wirklich in der Chronologie der neunte Film der Saga ist und eigentlich der nun der letzte sein müsste. Die Herr der Ringe Trilogie ist da logischer, weil da 2 nach 1 und 3 nach 2 kommt. Egal. Also Luke Skywalker’s Freunde brauchten einen moderneren Kampfjet, als den T-65 X-Flügel Sternenjäger jetzt für das große Finale. Der X-Wing-Fighter war scheinbar einfach zu betagt. Und genauso wie die Autos immer fetter werden, scheint die Adipositas auch in der Galaxis angekommen zu sein. Der Tri-Wing S-91x Pegasus Starfighter kommt jedenfalls deutlich wuchtiger daher als der filigrane T-65.

Im Marketing Sprech heißt es dann in der Pressemitteilung von Porsche „Das Design des Raumschiffs ist stimmig in die Star-Wars-Filmwelt integriert und zeigt zugleich klare Analogien zur Porsche-typischen Formensprache und Proportion“, berichtet Michael Mauer, Leiter Style Porsche der Porsche AG. „Die sich nach hinten verjüngende Grundform der Kabine und eine stark ausgeprägte Topographie von der Flyline des Cockpits bis hin zu den Turbinen schafft visuelle Parallelen zum ikonischen Design des 911 oder Taycan. Das sehr kompakte Layout repräsentiert Dynamik und Agilität und betont die zitierten Porsche-Designmerkmale.“ Aha, wieder etwas gelernt. Wuchtig heißt heute kompakt. Die Flyline wird dann wohl die Silhouette sein. Da erkenne ich jetzt nicht auf Aaaaanhieb die 911er Urform. Aber ich erkenne die deutlich breitere Kanzel, die ja auch beim 911er deutlich breiter geworden ist. Bei alten Elfern kann ich die Windschutzscheibe an der Tankstelle mit dem Abzieher in einer Bewegung abziehen ohne das mein Hemd dreckig wird. Bei aktuellen 911ern ist mein Arm scheinbar nicht mehr lang genug.

Neben dem Porsche-typischen Vier-Punkt-Tagfahrlicht sind die sogenannten „Blaster“, lange Kanonenrohre an der Front

Aus der Pressemitteilung der Porsche AG. Kanonenrohr? Ik hör dir trapsen…

Was mich interessiert sind auch Punkte, die nicht beleuchtet werden. Zahlt Lucasfilm Porsche eine Gage, weil sie beim Design geholfen haben? Oder zahlt Porsche etwas an Lucasfilm, weil der Tri-Wing S-91x heißt, was doch ziemlich nah an 911 oder 918 liegt? Oder zahlen die beiden Firmen sich deshalb gar nichts? Wäre das dann ein neuer Trick um Steuern zu umgehen? Eigentlich nicht so wichtig. Ich freue mich jedenfalls auf den neuen Streifen. Und wenn ich die dritte Bremsleuchte sehe, dann denke ich an Porsches Motorentlüftungsgitter beim 992. Aber es reicht schon der zischende Sound eines Laser-Schwerts und ich bin wieder 10 Jahre alt. Damals, 1984, The Return of the Jedi, als ich im Kino war und direkt danach von meinen Eltern in einem Fechtverein angemeldet werden musste.

Gut aussehen du musst, junges Raumschiff!

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