Seitdem Verstappen im Red Bull Kreise um seine Gegner (und Teamkollege Perez) fährt, bekomme ich die F1 Ergebnisse manchmal erst Tage später mit. So auch dieses Mal, auch wenn überraschenderweise Red Bull beim Lauf in Monaco etwas von der Kappe war, und für den Verlauf des Rennens keine Rolle spielte. Die Bodenwellen an der Côte d’Azur sind so schön ausgeprägt, dass Red Bull sein Tiefflieger Aerokonzept nicht durchziehen kann. Der hochgebockte RB20 fährt halt nicht so gut um die Rascasse oder ums Schwimmbad. Dafür gewann Ferraris Charles Leclerc seinen Heim-Grand Prix! So viele Formel 1 Fahrer aus Monaco gibt es ja nicht, weswegen es der erste Heimsieg in 93 Jahren war.
Der Porsche Supercup ist im Vergleich zu den F1 Prozessionsmärschen deutlich spannender, steht aber im Schatten der F1, ist schließlich nur die Vorband zum Headliner. Und weil’s in Monaco so eng, wird das Supercup Fahrerlager gleich ganz ausquartiert, ins monegassische Zirkuszelt. Das bedeutet, dass das ganze Equipment samt Schlagschrauber und Reifensätze für jede Session angekarrt werden muss. Das war schon immer so, soll aber hier mal erwähnt werden.
Der aktuelle Supercup Meister Larry ten Vorde ist für die Saison 2024 vom niederländischen Elite Team ins französische Schumacher Team gewechselt. Seiner Überlegenheit tat dies jedoch keinen Abbruch, denn er schaffte mit einer Zeit von 1:32.846 das Kunststück, sich seine vierte (!) Monaco Pole in Folge zu sichern. Wie schon 2023 war sein Startreihennachbar der Brite Harry King, der seinem BWT Lechner Team treu geblieben ist und somit weiterhin einen der auffälligen rosafarbenen Porsche 992 GT3 Cup fährt. Da das Überholen in Monaco so leicht ist wie Suppe-Essen mit Stäbchen, stand das Supercup-Wochenende ganz im Lichte dieser beiden Fahrer. Während im Vorjahr King den besseren Start hinlegte und ten Vorde beim Start überholte, konnte dieses Mal der Niederländer seine Startplatzierung auch im Sprint zur ersten Kurve halten. Die Reihenfolge sollte sich bis zur Zielflagge nach 17 Runden nicht mehr ändern, was den dritten Sieg für Larry ten Vorde in Monaco bedeutete. Lechner Pilot Harry King, der im Vorjahr durch seinen Startsprint das Rennen für sich entschieden hatte, folgte im Windschatten und sicherte sich Platz zwei.
Nach den ersten zwei Läufen stehen nun diese beiden Piloten auf den Positionen 1 und 2 in der Fahrerwertung, ten Vorde mit zwei mal 25 Punkten (50) vor Harry King mit je 20 Punkten für seine zwei zweiten Plätzen (40). Der in Monaco drittplatzierte Keagan Masters liegt mit insgesamt 25 Punkten auf Platz 4, während die Teamkollegen der beiden Spitzenfahrer auf den Plätzen 3 (Marvin Klein) und 6 (Robert de Haan) liegen.

Photo copyright: Porsche AG

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